Vorbereitung für das große Fest des Jahres

Jan. 2, 2026

Samstag, 13.12.2025

Das ganz große Fest? – Dazu gehört in Nordstemmen traditionell der Weihnachtsmarkt der Stiftung St. Johannis am 3. Advent auf dem Kirchbrink. Im Vorfeld wird viel geplant, eingekauft, gefegt, geschleppt, gehoben, gehämmert, geschraubt, gebacken, geräumt und vieles mehr. All das ist nur mit vielen helfenden Händen möglich. Von einigen dieser helfenden Hände soll in diesem Jahr stellvertretend für alle berichtet werden.

Unsere Helfer beim Budenbau

Mit kräftigen Armen, motivierenden Sprüchen und viel gemeinsamen Spaß wurden die Weihnachtsbuden auf mit Kreide auf das Pflaster gemalten Markierungen am Samstag vor dem 3. Advent aufgebaut.

Ein Gabelstapler, zuverlässig von Carsten Mensing im Fahrerhaus gesteuert, transportierte die Einzelteile der Buden vorher an den vorgesehenen Platz. Bei der Reihenfolge des Budenaufbaus gab es, wie in jedem Jahr einige Diskussionen.

Nach einigem fachlichen und lautstarken Austausch war die Reihenfolge gefunden und die im über das Jahr bei den ausschließlich männlichen Helfern aufgebaute Muskelmasse in den Armen kam zum Einsatz.

Familie Ramftel gibt alles

Auch in den heimischen Küchen wird zur Vorbereitung des Weihnachtsmarktes gearbeitet. Die komplette Familie Ramftel ist im Einsatz. Schon am Vortag gilt es alles vorzubereiten, um aus 65 kg Champignons und 80 Paketen Nudeln leckere Gerichte zu zaubern. Als Familienaktion wird daher gemeinsam (Maik, Silke, Jasmin und Collin Ramftel sowie Collins Freundin Pia) gewerkelt. Das Ziel ist, mehr als 300 Portionen vorzubereiten und am kommenden Tag zu verkaufen. Der Erlös aus dem Verkauf geht vollständig an die Stiftung St. Johannis. Lt. einer begeisterten Silke Ramftel kommen dabei jährlich ca. 700 bis 800 € Erträge für das Stiftungsvermögen zusammen. Seit 2022 unterstützt Familie Ramftel so den Weihnachtsmarkt kulinarisch. Übrigens ist auch food&wine unter 0172-8193687  eine private Buchung möglich. „Es begann als Privatvergnügen und ist nun eskaliert,“ schmunzelt Maik Ramftel.

 

In der Weihnachtsbäckerei

Ganz in heimischer Ruhe hingegen werkelt Renate Schwenkler. Von Anfang an unterstützt sie mit Selbstgebackenem das Event am 3. Advent. Dieses Jahr hat sie eine Joghurt-Sahne-Kirsch-Torte gezaubert. „Grundlegend darf es gerne Sahne sein,“ verrät sie, „und Schokolade“. Mit viel Freude probiert sie auch neue Sachen aus.  Um die 40 Torten und Kuchen werden in heimischen Küchen in der Gemeinde gebacken und anschließend in der Kaffeestube im Haus Holekamp verkauft. Auch hier wird die Stiftung von tatkräftiger Frauenpower unterstützt, mit der der Kuchen dargeboten und viele Liter Kaffee ausgeschenkt werden. Die gemütliche Atmosphäre und das nette Miteinander macht den Besuch in der Kaffeestube für Jung und Alt zu einer wunderbaren Begegnung. 

So viele anpackende Hände von Helfenden im Alter von sechs (!) bis über 80 Jahren (!). Wir, das Kuratorium der Stiftung St. Johannis, sagen ganz herzlich DANKE an Euch alle! Ohne Euch wäre der Weihnachtsmarkt nicht möglich!

Sonntag, 14.12.2025

Der Weihnachtsmarkt am 3. Advent

Und dann nach so viel Vorbereitungen ist er da – der große Tag für die Stiftung St. Johannis: endlich ist der dritte Advent, alle Buden sind aufgebaut und geschmückt, die Kaffeestube eingedeckt und die Besucherströme dürfen fließen.

Kaum erwarten konnte dies auch Ulrich (genannt Ulli) Gerth – langjähriges, mittlerweile im „Ruhestand befindliches“ Mitglied des Kuratoriums der Stiftung St. Johannis. Auch nach seinem Ausscheiden ist er weiterhin als tatkräftiger Unterstützer im Einsatz. Voll Vorfreude hat er seiner Bude mit Papieräpfeln den letzten Schliff gegeben, denn hier wurde etwas ganz Besonderes angeboten: heißer Calvados! „Das habe ich in Hannover vor Jahren auf dem Weihnachtsmarkt das erste Mal entdeckt und entschieden, dass wir so etwas  in Nordstemmen auch brauchen,“ so Ulli Gerth voller Überzeugung. Gesagt – getan, die Idee und das Konzept für die Calavados-Bude waren geboren.

 

Apropos geboren – Ulli Gerth gehört auch zu den Kuratoriumsmitgliedern, die den Weihnachtsmarkt seinerzeit im Jahr 2008 aus der Taufe gehoben haben. Er kann sich noch erinnern, dass er damals kurzerhand seine Kontakte hat spielen lassen, um eine Hülse für den Weihnachtsbaum in der Mitte des Platzes schmieden zu lassen. Im Laufe der Jahre musste diese sogar noch erweitert werden. Erweitert wurde auch der Stellplatz für die Buden, welche das Jahr über dankenswerter Weise bei Rudolf Ohlmer unter der Remise stehen dürfen.

Beim diesjährigen Weihnachtsmarkt unterstützte Lutz Bollmann in der Calvados-Bude als Neuling das erste Mal. Christopher Hippler stieß im Lauf des Tages zum Team dazu – Ulli Gerth und er sind bereits aus den Vorjahren ein eingespieltes Team. Zeugnis dafür waren zwei Hocker, auf denen die Budenbesetzung zwischendurch einmal Platz nehmen konnte. Einen ganzen Tag wurden so in der Weihnachtsbude Calvados, Kinderpunsch und erstmals von der Stiftung selbstgemosteter Apfelsaft verkauft. „Ob im Sitzen oder Stehen – diese Gemütlichkeit und das familiäre Know How machen das besondere Flair unseres Marktes aus,“ ist Ulli Gerth überzeugt.